Generationswechsel oder Unternehmensnachfolge

Der Generationswechsel ist ein lange Reise. Er beginnt mit der Einsicht, zum Wohle des Unternehmens die Unternehmensführung und das Unternehmenskapital in jüngere Hände zu geben.

Andererseits sollte jeder Jung-Unternehmer die bewußte Entscheidung für die Übernahme der Verantwortung treffen und einen Plan aufstellen. Unternehmer zu werden ist eine aufregende und ereignisreiche Reise. Sie lohnt sich!

Generationswechsel aus Sicht der älteren Generation sind:

  • Aufgaben und Beschäftigung im Unternehmen abgeben und neue Aufgaben außerhalb des Unternehmens finden
  • Finanzielle Umstellung
  • Gesellschaftliche Umstellung: Das Selbstwertgefühl wird nicht mehr über das Unternehmen definiert, sondern über die neuen Aufgaben und Leistungen
  • Bisherige Aufgaben im Unternehmen werden anders (weniger routiniert) angegangen
  • Neue/alte Ideen werden umgesetzt

Generationswechsel aus Sicht der übernehmenden Generation sind:

  • Suche nach dem eigenen Weg, nach der eigenen Routine
  • Schnelle Erfolge realisieren (also nicht gleich eine neue EDV einführen)!
  • Finanzierung der Übernahme bei gleichzeitiger Freiheit für private/familiäre Projekte
  • Akzeptanz bei den Mitarbeitenden
  • Umsetzung neuer Projekte im Widerspruch oder abweichend von alten Unternehmensstrategien

Die Kommunikation zwischen den Generationen sind wichtig, ebenso wie die Absprache und Einhaltung von Spielregeln. Wenn die Spielregeln nicht mehr passen, kann man sie einvernehmlich ändern.

Die Beratung bei Generationswechsel oder Unternehmensnachfolge ist personenbezogen, unabhängig von der Branche, in der das Unternehmen tätig ist. Wir bringen hier unsere persönlichen Erfahrungen als Unternehmer ein. Wir haben das Unternehmen von dem Vater übernommen. Wir stellten die Führung von der zentralen Orientierung auf den Senior-Chef auf ein partnerschaftliches und selbständiges Führungsteam um.

Maegerlein Consult unterstützt sowohl die Unternehmer, auf Wunsch auch die Familien und die Führungskräfte im Unternehmen.

Unternehmensnachfolge im Familienunternehmen

Im Familienunternehmen überschneiden sich die emotionalen Beziehungen zwischen Familienangehörigen und die wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens.

  • In der Familie geht es um enge zwischenmenschliche Bindungen, um Fürsorge für die Kinder, um familiären Zusammenhalt und um Gerechtigkeit zwischen den Familienmitgliedern.
  • Im Unternehmen geht es um die Marktbedeutung und die wirtschaftlichen Erfolge, um die Sicherung der Zukunft des Unternehmens für die nächste Generation.

Einerseits ist diese Verflechtung von familiären und unternehmerischen Interessen eine der Stärken der Familienunternehmen. Sie erweisen sich als flexibler in ihren Entscheidungen und langfristig als stabiler, kurz: als widerstandsfähiger als Kapitalgesellschaften mit anonymen Aktionären als Eigentümer und angestellten Managern als Vorständen. Andererseits ist der Erfolg der Familienunternehmen neben den finanziellen Möglichkeiten von den Fähigkeiten, Visionen, Innovationen und von der Führungskraft der jeweiligen Unternehmer abhängig. Sie prägen das Bild des Unternehmens nach innen bei den Mitarbeitern sowie nach außen bei den Kunden, Lieferanten, Kreditgebern und in der Öffentlichkeit.

Ein Generationswechsel ist deshalb eine heikle Phase für ein Familienunternehmen. Mitarbeiter und deren gewerkschaftliche Vertreter wissen (noch) nicht wissen, wie sich der oder die Nachfolger verhalten werden. Kunden, Lieferanten und Kreditgeber wissen (noch) nicht wissen, ob der oder die Nachfolger ebenso qualifiziert, zuverlässig und vertrauenswürdig sein werden wie ihre Vorgänger. Nachfolger müssen sich beweisen und so die Reputation des Unternehmens nach innen und außen weiterentwickeln.

Unternehmensnachfolge aus dem Familienkreis

Wenn Familienunternehmer Kinder haben, setzen sie oft stillschweigend voraus, dass diese ihre Nachfolger werden. Sie erwarten, dass ihre Kinder den Betrieb übernehmen, dass sie die beruflichen und die notwendigen persönlichen Voraussetzungen für die Führung des Familienunternehmens mitbringen werden und dass sie sich nichts Schöneres vorstellen können, als in die Fußstapfen ihrer Vorgänger zu treten und deren Werk fortzuführen.

Umgekehrt ist diese Vorstellung wie eine Vorentscheidung für die möglichen Nachfolger. Sie fühlen sich eventuell in die Rolle gedrängt. Die Übernahme von Führungsverantwortung im Unternehmen muß aber eine freie Entscheidung sein. Für eine Entscheidung benötigt man Alternativen und die Freiheit, jede Alternative auch in Anspruch nehmen zu können.

Generationswechsel Nachfolgeregelung